Noch Anfang Dezember sah es so aus, als hätten sich die Winzer verspekuliert – und die Trauben für ihren Eiswein würden sie opfern müssen. Doch dann kam die Kälte nach Deutschland. Sehr zur Freude der Weinbauern im sächsischen Meißen.

Die Winzergenossenschaft Meißen hat in der Nacht zum 18. Januar endlich Eiswein lesen können. Nachdem die Temperatur mehrfach unter null Grad gefallen war, konnte mit der Ernte begonnen werden. Auf über 3 000 Quadratmeter Rebenfläche wurden die Trauben der Sorte Cabernet Blanc geerntet. Kein Wunder, dass auch die sächsische Weinkönigin Katja Böhme und Weinprinzessin Ann-Kathrin Schatzl bei der Ernte dabei waren. Für die sächsischen Winzer im Elbland westlich von Dresden war das die erste Eisweinlese seit fast 20 Jahren.

Eiswein ist eine Art Glückspiel

Um Eiswein lesen zu können müssen die Temperaturen auf mindestens minus sieben Grad fallen. Die Trauben müssen möglichst mehrere Tage lang gefroren sein. Eiswein zu produzieren ist daher auch immer wieder eine Art Glücksspiel. Denn wird es im Winter nicht kalt genug, sind die Trauben kaputt und es gibt kein Ernte. Die Winzer wissen also nicht, ob die Trauben, die im Oktober bei der letzten Ernte des Jahres einfach stehengelassen werden, auch genügend Frost abbekommen.

Den letzten Eiswein im sächsischen Meißen gab es Anfang der 2000er. Damals ist es Eiswein aus Riesling gewesen, kurz darauf aus Dornfelder.

Video von der Eisweinlese

Eisweinlese in Meißen, eingebettetes Video von BILD

Eiswein: Seine Geschichte, sich Geheimnis

Wie schmeckt Eiswein, wie wird er angebaut, wie wird er hergestellt? Und wie kam die flüssige Delikatesse nach Deutschland. Alle Fragen werden HIER beantwortet.

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